Cembalist, Organist und Dirigent

Jan Katzschke, geboren 1972 im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge, studierte in Hannover bei Lajos Rovatkay (Cembalo), Hans Christoph Becker-Foss (Orgel) und Heinz Hennig (Chorleitung); später folgten noch private Cembalostudien bei Robert Hill. Zunächst als Kantor im Erzgebirge tätig, initiierte und begleitete er die Restaurierung der Orgel des Silbermann-Schülers Adam Gottfried Oehme (1788) in Zethau. Danach begann er seine umfangreiche freischaffende Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker. Gleich seine Debut-CD mit Cembalomusik von Matthias Weckmann erhielt den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“, und auch weitere Solo-CD-Einspielungen erregten internationale Aufmerksamkeit. 2005-2017 war er Kantor der Diakonissenhauskirche Dresden und dirigierte hier monatliche Bach-Kantaten sowie ein breites Oratorien- und a-capella-Repertoire. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter für Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.
 
Seit 2017 widmet er sich erneut freischaffend vor allem der Arbeit als Tastenspieler. Zudem gründete er den Kammerchor Neustädter Land, mit dem er Bach-Kantaten in der Klosterkirche Mariensee realisiert. In Sachsen setzt er weiterhin Akzente als künstlerischer Leiter seines Ensembles Corona harmonica und der Konzertreihe TASTENWELTEN im Dresdner Taschenbergbalais sowie als langjähriges Präsidiumsmitglied der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft Freiberg. Mit von ihm konzipierten Konzertprojekten, Exkursionen, Ausstellungen, Symposien (Gründung des Freiberger Clavier-Forum) und Beiträgen zu Fachpublikationen sowie 2017 auch als Jurymitglied des Silbermann-Orgelwettbewerbes widmet er sich leidenschaftlich der Vermittlung der historischen Orgellandschaft Mitteldeutschlands.
 
 
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Pressefoto 1 (1 MB), Fotograf: Sebastian Kaulfürst
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